Meine Gedanken zum Mass Effect 3 Ende
Derzeit bewegt mich das Ende der Mass Effect-Trilogie wie noch nie ein Anderes zuvor. Die Serie begleitet mich nun schon seit 5 Jahren. Seit 4 spiele ich sie aktiv und bin ihr auch komplett verfallen. Ich hatte große und bewegende Momente, saß teils 20 Minuten und dachte intensiv über eine Entscheidung nach, die mir das Spiel anbot. Ich laß die Comics und möchte mir auch gerne die Bücher zulegen. Das Universum bietet unglaublich viele Möglichkeiten.
Umso mehr kann man es verstehen, dass die Community das Ende der Trilogie nicht nur ablehnt, sondern auch eine noch nie in der Geschichte der Videospiele dagewesene Reaktion aufbringt: Ein Massenprotest im Internet.
Während GameStar-Redakteur Michael Graf sagt, dass das Ende OK für ihn ist und er die Unzufriedenheit nachvollziehen, aber nicht teilen könne, listet GameFront 5 Gründe auf, warum die Fans wegen dem Ende Recht haben. Konkret geht es darum, dass eine Spieleserie, welche von einer mannigfaltigen Entscheidungsfreiheit begleitet wird und das jedem Spieler ein auf ihn angepasstes Spielerlebnis bietet, mit 6 verschiedenen Abspännen beendet wird. Diese 6 Abspänne lassen sich in 3 unterschiedliche Grundrichtungen auslegen. Und diese 3 Grundrichtungen unterscheiden sich lediglich durch eine Einfärbung der Geschehnisse. Weiterhin wirft das Ende mehr Fragen auf, als dass es beantwortet. Diese beiden Videos liefern zum einen eine deutliche Beweisführung und fassen die neu aufgeworfenen Fragen sehr gut zusammen :
Ich habe die letzten Tage viel darüber nachgedacht. Und beobachtet, was in der Community vor sich geht. Während ich diese Zeilen schreibe, haben sich bereits knapp 24.000 User auf Facebook zusammengeschlossen. Zudem wurden, genauso derzeit, bereits knapp 45.000 Dollar für Childs Play gesammelt, um dem Protest Ausdruck zu verleihen. #RetakeMassEffect plant zudem derzeit eine Internetpräsenz sowie eine multilinguale Kampagne.
Zusammengefasst kann man durchaus sagen: Die Spieler kämpfen aktiv um ein neues Ende.
Gleichzeitig ist das PR-Team von Bioware sehr aktiv darin, die ganzen Anfragen zu beantworten, die auf Twitter, Facebook und Co herein kommen. In diesen Antworten liegen auch einige kryptische Hinweise.
Ebenso häufen sich Hinweise auf alternative Enden. Weiterhin kommuniziert Bioware sehr offen, dass sie in der Sache noch etwas planen.
Meine Theorie:
Ich denke mittlerweile, dass Bioware auf eine solche Resonanz spekuliert hat. In der gesamten Zeit vor dem Release des Spiels wurde in der Werbekampagne die Botschaft “Fight and retake Earth”. Was die Spieler hier derzeit machen, ist nicht um die Erde zu kämpfen, aber um ein Spielerlebnis, welches sie teilweise 5 Jahre lang begleitet hat. Allein wirtschaftlich betrachtet machen die Fans gerade durch ihre Aktionen dermaßen viel Werbung für ME und Bioware, wie es das wohl noch niemals gab. Leitmedien in den USA fangen bereits an darüber zu berichten, wie die Spieler auf die Barrikaden gehen.
Ich vermute demnach, dass Bioware es auf diese Reaktion angelegt hat, um damit ihr “True Ending”-DLC sowie ihr angepeiltes “ein Ende, was die Spieler niemals vergessen werden!” zu promoten. In diesem Sinne passt auch die Aussage, dass Bioware es mit dem Ende ernst meint sehr gut hinein.
Ich glaube mittlerweile, dass wir definitiv etwas in diese Richtung sehen werden. Und wenn nicht, streiche ich das “offizielle” Ende aus meinem Gedächtnis und glaube währenddessen an diese Version von “GorillaKing” (4 Beitrag auf der Seite) oder an diese Version:
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